Mit dem „Minimum“ zum „Maximum“

Auch die Mannschaft der Damen 3 blieb von der aktuellen Krankheitswelle und dem allseits bekannten Verletzungspech mal wieder nicht verschont. Mal sind es eben Füße, die nicht mehr wollen und mal sind es die Finger, die beim Pritschen irgendwie im Weg sind. Darum musste man den letzten „Heimspieltag“ (ausquartiert nach Pfersee) der Saison am 26.01.2019 mit Minimalbesetzung antreten. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch und man versuchte sich mit guter Laune auf den Heimspieltag einzustimmen. Zu Gast waren an diesem Spieltag der Tabellenführer DJK Augsburg Hochzoll IV und die Mädels aus SpVgg Auerbach II. Alle Mannschaften hatten an diesem Tag mehr oder weniger mit einem individuellen Spielerproblem zu kämpfen.

Das erste Spiel des Tages bestritten die noch übriggeblieben Mädels aus Haunstetten gegen den Tabellenführer DJK Augsburg IV. Für den Rest der Rückrunde überlegte man sich eine neue Taktik. Da wir ja eh nichts mehr zu verlieren hatten, versuchten wir ab sofort jedes Spiel und jeden Punkt als Bereicherung und Erfahrung für die kommende Saison zu nutzen. Hinzu kommt ein striktes Punktetafelverbot (kein Blick auf die Anzeige erlaubt), was einigen anfangs sichtlich schwer fiel. Mal schauen ob die neue Taktik fruchtet.

Der erste Satz verlief schon mal vielversprechend, war jedoch ein Duell auf Augenhöhe. Sowohl Eigen- und Aufschlagfehler als auch punkte-bringende Spielzüge wechselten sich auf beiden Seiten ab. Schnell war man eingespielt und sammelte ohne Druck Punkt um Punkt. Am Ende wurde es dann aber nochmal spannend. Dieses Mal behielten jedoch die Mädels von Damen 3 den längeren Atem und entschieden den Satz mit 28:26 für sich. Lange Gesichter machten sich beim Gegner breit. Das dagewesene Hoch der Haunstetterinnen hielt jedoch nicht lange an. Die altbekannten Eigenfehler und die fehlende Konzentration gesellten sich wieder zu uns. Ein guter Freund eben. Man musste sich in den beiden folgenden Sätzen trotz guter Versuche letztendlich geschlagen geben. Die Sätze zwei und drei gingen an die Gegner, welche scheinbar aus ihrem Stimmungstief doch noch hoch kamen. Aber nicht mit uns, dachte man sich. Zwar war die Müdigkeit schon zu spüren, da auf der Auswechselbank ja gähnende Leere herrschte, dennoch wollte man sich nicht schon wieder im vierten Satz geschlagen geben. Gut eingespielt konnte man die Gegner aus Hochzoll noch einmal so richtig ärgern und am Ende den Satz mit 25:17 deutlich für sich entscheiden, was die Stimmung der Gegner erneut tief in den Keller trieb. Es stand fest, einen Punkt hat man sicher, jedoch wären zwei am Ende doch besser. Es war deutlich zu sehen, wie eingespielt das Team war. Folglich drängte man die Gegner dazu, Fehler auf ihrer Seite zu produzieren. Ohne auf die Punktetafel zu schauen, bestritt man einen spannenden letzten Satz. Und siehe da, Kampfgeist und Motivation zahlten sich aus und der erlösende 15. Punkt fiel. Dieses Mal standen wir als Sieger auf dem Feld. Alle Mädels waren stolz und feierten humpelnd auf einem Bein (solidarisch mit der verletzten Trainerin) ihren Sieg gegen den Tabellenführer.

Endstand: TSV Haunstetten III DJK Augsburg Hochzoll IV 3:2 (28:26,21:25,19:25,25:17,15:12)

Das zweite Spiel des Tages stand an. Gegner waren die Mädels aus Auerbach, welche auch mit einer ähnlich verminderten Besetzung wie wir antraten. Mit positiver Energie aus dem ersten Spiel ging man ins zweite über. Mit ähnlicher Besetzung startete man, da nur der Zuspieler zum Austausch übrig blieb. Die Mädels aus Auerbach kamen im ersten Satz schwer ins Spiel, was es den Haunstetterinnen natürlich leicht machte, im ersten Satz zu dominieren. Schnell konnte man Punkt um Punkt für sich entscheiden. Der erste Satz ging mit einem deutlichen Vorsprung von 25:18 auf das Haunstetter Konto. Im zweiten Satz wachten dann jedoch auch die Gegner auf und fanden immer besser ins Spiel. So einfach wie im ersten Satz lief es dann doch nicht mehr. Knapp aber mit Köpfchen entschied man jedoch auch den zweiten Satz mit 26:24 für sich. So langsam sah man den Spielerinnen jedoch die Müdigkeit an. In Satz drei und vier brach die Motivation und der Kampfgeist ein. Die noch fitteren Spielerinnen der gegnerischen Mannschaft nutzen die minimierten Kräfte unsererseits aus und entschieden beide Sätze für sich. Einen langen Atem brauchte man auch in diesem Spiel, denn erneut ging es in den entscheiden fünften Satz. Beide Teams spielten auf Augenhöhe. Doch das Glück war an diesem Tag auf unserer Seite. Wiedermal zeigte sich, dass ein starker Wille sich am Ende lohnt. Der entscheidende letzte Punkt fiel und freudestrahlend feierte man den zweiten Sieg des Tages auf dem Feld.

Endstand: TSV Haunstetten III(H) SpVgg Auerbach II 3:2 (25:18,26:24,21:25,18:25,15:12)

Es hat sich gezeigt, dass sich eine scheinbar schlechte Situation am Ende doch noch zum Guten wenden kann. Voller Stolz und mit neuer positiver Energie verließ man am Abend die Halle. Trotz Unterbesetzung konnte man dank neuer Taktik den Tabellenersten mehr als ärgern und sich ein Stückchen nach oben kämpfen. Für den Rest der Saison heißt es erstmal, jedes Spiel als eine Erfahrung und eine Bereicherung für die kommende Saison zu sehen.

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